Gedichte sprechen - Eine zeitlose, wunderschöne Kunstform:

Ich bin Erzählerin. Es ist mein Beruf und meine Berufung, Texte lebendig werden zu lassen. Lyrik und Literatur erzählen dem Menschen von sich selbst. Sie sind Verankerung und Freiheit in einem. Die Kunstform der Rezitation ist gleichzeitig Konfrontation (Spiegel) und Trost (Nähe).

Ich liebe nicht einfach Gedichte. Ich liebe es, sie zu sprechen. Ich möchte einen Moment der Begegnung schaffen, in dem wahre Selbsterkenntnis und große Nähe möglich sind. Durch Weisheit, Schönheit, Wahrhaftigkeit, Schmerz, Liebe und Lachen. Wir sind alle Teil einer großen Erzählung. Wir prägen den Moment und wir bestimmen die Richtung. Wir sind darin frei, auch wenn es sich beileibe nicht immer so anfühlt. Von diesem Spagat menschlichen Seins erzählt unsere Lyrik. Und von der ewigen Frage: wer sind wir?

Aktuelle Bühnenprogramme und Konzepte

DER TRAUM VON LICHT UND LUFT


ORT UND WORT

Ein Beispiel: Augustinerkirche Würzburg, Karmittwoch

Am Mittwoch der Karwoche steht die große Augustinerkirche in Würzburg traditionell im Zeichen der Kunst: Im Jahr 2023 unter dem Motto: “SCHATTEN UND LICHT  - ein Atemholen in Wort und Musik”. Lyrik, Musik und Lichtgestaltung ergaben ein außergewöhnliches Gesamtkunstwerk. 
Konzeption und Rezitation: Anna Magdalena Bössen
Veranstaltungsorganisation: vier Initiativen aus Würzburg: Domschule, Augustinerkirche, Akademikerseelsorge und evangelisch-lutherisches Dekanat
Musik: Joe Krieg (Gitarre) Dirk Rumig (Saxophon) Wolfgang Kriener (Bass) Uli Kleideiter (Schlagzeug)

DANKE an alle Beteiligten in der Organisation und Durchführung - und an ©Markus Hauck (POW) für die Bilder


LYRIK AUS DEM HUT

Trailer


LYRIK UND LEBEN

Ein Beispiel: DIE DAMEN

Eine Frau, Anna Magdalena Bössen mit langem, lockigem blondem Haar sitzt neben einer Pappfigur von der Dichterin Mascha Kaléko mit rotem Hut und dunklem Haar.

AMB mit Mascha Kaléko (Foto: Sinje Hansheider)

Zur Heimat erkor ich mir die Liebe (Mascha Kaléko)

Kann man eine Heimat in der Sprache finden? Für Hilde Domin, einer Dichterin die ins Exil fliehen musste, ist Sprache "das Unverlierbare, nachdem alles andere sich als verlierbar erwiesen hat. ...“ 
Auch Mascha Kalékos sprühendes Werk ist durchzogen von Verlust und Suche nach Heimat. „... Ich habe manchmal Heimweh. Ich weiß nur nicht, wonach ...“ schreibt sie in Emigrantenmonolog.
Gruppe 47 Lyrikerin Ingeborg Bachmann sucht eine Heimat in der Liebe, in ihrem außergewöhnlichen Märchen Die Geheimnisse der Prinzessin von Kagran – und findet diese in ihrem realen Leben doch am ehesten in der Kunst. 
Diplom-Rezitatorin Anna Magdalena Bössen gestaltet ein Lyrikerlebnis zur „Mutter“-Sprache und präsentiert dabei Werke von drei herausragenden Dichterinnen, für die Sprache überlebenswichtig war: als Halt, als Orientierungspunkt, als Leuchtturm im Nebel in einer zutiefst verunsichernden Zeit. 

 Texte, Gedichte und biografische Bausteine verweben sich bei diesem Rezitationsprogramm zu einer aktuellen Frage: Welchen Halt kann uns die Sprache geben, auch in Zeiten wie den heutigen und kommenden?


“Die Femme Fatale der Rezitation”

— Peiner Nachrichten

 

“Ein Hochgenuss für Zwerchfell, Geist und Herz!”

— Theater in der Kurve, Hedda Brockmeyer

 

“In den übervoll besetzten Räumlichkeiten hätten die Besucher die bekannte Stecknadel fallen gehört, hätte man sie nicht gebannt in der Hand behalten.”

— Zuschauer über die Bürgschaft

“Unser Verein hat im Laufe seines 17-jährigen Bestehens eine Reihe hochkarätiger Kabarettisten, Komiker, Musiker und Theaterleute zu Gast gehabt, aber wir können uns nicht erinnern, dass unser Publikum jemals so beschwingt und innerlich berührt den Saal verlassen hat, wie nach dem Abend mit Anna Magdalena Bössen. ”

— Kulturverein Chapitol, Gabi Mohr

 

“So lebendig und ermutigend erlebt man Lyrik bestenfalls selten, eigentlich nie.”

— Eckernförder Zeitung

Fotos Kirche: ©Markus Hauck, POW)

Rezitation ist eine Kunstform die nicht viel braucht, aber alles bietet: eine Stimme gestaltet ein Werk und Welten öffnen sich. Zum Beispiel hier in der Augustinerkirche Würzburg zum Thema “Schatten und Licht”.